Die Heilige Ente
Werkinformation als PDF herunterladen ↓(Oper) Ein Spiel mit Göttern und Menschen. In einem Vorspiel und drei Akten.
Text von K. M. Levetzow und Leo Feld., Opus 15 (1921)
Dauer: full evening'
Verlag: Universal Edition (1922)
Partitur und Stimmen als Leihmaterial erhältlich
Den entscheidenden Durchbruch brachte Gál der große Erfolg seiner zweiten Oper Die Heilige Ente, einer lyrischen komischen Oper mit chinesischem Schauplatz. Sie wurde im April 1923 unter Georg Szell in Düsseldorf uraufgeführt und erschien als sein op. 15 bei Universal Edition. Sechs weitere Theater übernahmen sie unmittelbar; im Laufe der folgenden zehn Jahre wurde sie mit anhaltendem Erfolg an etwa zwanzig Bühnen gespielt, darunter Breslau, Weimar, Aachen, Chemnitz, Kassel, Königsberg, Prag und Berlin. 1929 erklang sie im Wiener Rundfunk als erste moderne Oper, die der Sender aufführte. Die Tenorhauptrolle sang bei mehreren dieser Aufführungen der bekannte Opernsänger Josef Witt. Noch 1933 stand das Werk auf den Spielplänen deutscher Opernhäuser, als die politischen Verhältnisse seinem Erfolg ein jähes Ende setzten.
Die Heilige Ente war Gáls erste Opernzusammenarbeit mit dem Librettisten Karl Michael von Levetzow. Gál hatte ihn bei seiner Arbeit an der Neuen Wiener Bühne kennengelernt und die Bühnenmusik zu dessen Schauspiel Ruth komponiert. Richard Strauss hatte gesagt – hier in Übersetzung der englischen Wiedergabe: „Hätte ich Hofmannsthal nicht gefunden, so hätte ich gern mit Levetzow gearbeitet.“ Zitiert nach Waldstein, Hans Gál, Wien 1965, S. 40.
