De Profundis
Werkinformation als PDF herunterladen ↓Kantate nach deutschen Barockgedichten für vier Solisten (SATB), gemischten Chor (SATB) und Orchester, Opus 50 (1936)
Von der Vergänglichkeit' (Gryphius), 'Auf grüner Erde' (Fleming), 'Nachtgesänge' (Gryphius), 'Totentanz' (Albert, Gryphius), 'Zum Frieden' (Logau, Ulrich von Brandenburg)
2(picc),2(cor),2,2(cbn); 4,3,3,1; timp; perc; hrp; org(ad lib.); str
Dauer: 75''
Verlag: Breitkopf & Härtel (1948)
als Leihmaterial erhältlich
Dauer: 75''
Verlag: Breitkopf & Härtel (1948)
als Leihmaterial erhältlich
Bezugs- und Hörmöglichkeiten
Die folgenden Zitate sind Übersetzungen der englischen Wiedergaben:
„Die Sätze dieser Kantate sind nicht wie die Akte eines Schauspiels, die aufeinanderfolgen und als Folge ein Ganzes ergeben. Sie sind wie Variationen über dasselbe Thema: Jeder gelangt zu demselben Schluss, bejaht diese Welt und dieses Leben mit all seiner Bitterkeit und vereint Schöpfer und Geschöpf durch demütige Ergebung. Die Unterschiede liegen nur im Weg, im Licht, in der Farbe, in der Landschaft, in den drohenden Gefahren und ihrer Überwindung.“
Wilhelm Waldstein: Hans Gál: eine Studie, 1965, S. 62.
Nach der Uraufführung schrieb Gál an seine Frau Hanna:
„Die ganze Sache hat mich innerlich aufgewühlt wie nichts, was ich bisher erlebt habe. Dieses Stück hat so viele Jahre auf mir gelastet, mehr, als du je geahnt hast. Und nun ist es auf einmal lebendig geworden und klingt genau so, wie ich es mir erträumt habe, ganz und gar, nur dass es wirklich ist. Und jetzt hat es sozusagen ideale Proportionen und Dimensionen, und alles wirkt unbeschreiblich, vom ersten Oboensolo bis zum Finale, das so leise ist, dass wir uns alle fragten, ob die Leute nicht still und bedrückt nach Hause gehen würden. Tatsächlich dauerte es eine Minute, bis sie sich zu regen begannen, aber dann brach ein donnernder Lärm los; das bis auf den letzten Platz besetzte Haus blieb stehen, und es gab eine gute Viertelstunde Ovationen, nicht ohne kräftige Beteiligung der Mainzer Kolonie, angeführt von den Bürgermeistern Kraus und Oppenheim. … Übrigens hat das Ganze genau die richtigen Ausmaße für einen nicht zu langen Konzertabend. Ich ließ nach dem dritten Stück eine Pause machen, aber schon nach dem zweiten Stück gab es besonderen Beifall; das war unbeschreiblich schön, und auch das dritte machte einen außerordentlichen Eindruck. Ich zeigte mich aber noch nicht; eine Runde von Verbeugungen reichte mir, und davon gab es reichlich. Dirigent und Solisten, Solisten, Dirigent, Solisten, Komponist und Dirigent, Komponist und Dirigent, Solisten und Komponist, Solisten allein, Komponist allein usw. usw. Es war wirklich entsetzlich. …“
