Von ewiger Freude
Werkinformation als PDF herunterladen ↓Kantate für vier solistische Frauenstimmen (SSAA) und doppelten Frauenchor mit Orgel und zwei Harfen, Opus 1 (1912)
Dauer: 30''
Verlag: Universal Edition (1916)
als Leihmaterial erhältlich
Übersetzung der auf der englischen Webseite wiedergegebenen Werkbeschreibung:
Diese kantatenartige Komposition besteht aus einem einzigen Satz, der entsprechend dem Text in zahlreiche Abschnitte gegliedert ist. Die Orgel beginnt mit einem ausgedehnten Vorspiel. Dieses entwickelt die beiden Motive, die im ersten Chor zu den Worten „Ach arme Seel, wie magst hie wohn'?“ sowie in der Begleitung erscheinen und den gesamten ersten Teil beherrschen. Chor und Solisten sind hier getrennt geführt. Mit dem Einsatz der beiden Harfen beginnt ein neuer Abschnitt; sie entfalten in der Begleitung des Doppelchors eine zarte, ätherische Musik: „B'hüt Gott, wie soll ich das verstehn?“ Die Seele schwingt sich zum Himmel empor. Auch ein Zwischenspiel der Harfen und der Orgel ist auf diesen ätherischen Ton gestimmt. Es folgt ein Sopransolo mit Harfe: „Ach Petre, der du d'Schlüssel hast“, die Anrede der Seele an Petrus. Der Chor nimmt die Bitte mit eindringlicheren Tönen auf. In der Entwicklung dieses Abschnitts steigert sich die Spannung: „Wohl steht mein Sach', Gott sei gelobt“. Das Tor öffnet sich: „Drum noch einmal ruf ich: Gott sei gelobt“. Dies ist der Höhepunkt. Es folgt die Schilderung des herrlichen Himmelspalastes. Die Altstimmen beginnen im Einklang: „O Christe, was Wunder ich find“, ein Altsolo schließt sich an, schließlich der ganze Chor mit einer frischen, tänzerischen Melodie: „Den ganzen Saal Gott selb versicht“. In der weiteren Entwicklung wechseln Solisten und Chor einander ab. Ein neuer Abschnitt beginnt mit den Sopranen im Einklang: „Der Teufel selb sein Schwachheit weiß“. Danach folgt eine instrumentale Überleitung zum Schlusschor. Dieser hat die Form einer Art Passacaglia; er baut sich über einer ständig wiederholten achttaktigen Bassphrase auf, die insgesamt siebenmal erscheint, jedes Mal mit anderen Oberstimmen. Eine angefügte Coda führt das gesamte Werk mit strahlenden Klängen der Freude und Seligkeit zum Abschluss.
Dr. Hugo Leichtentritt (Berlin).
