BRIGGS PIANO TRIO Sarah Beth Briggs Klavier David Juritz Violine Kenneth Woods Violoncello
Hans Gál Klaviertrio in E, op.18 Variationen über eine Wiener Heurigenmelodie, op.9
Dmitri Shostakovich Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll, op.67
Avie (AV2390) 2018
Uraufführung: München, Dez.1922
Weitere Aufführungen: Elberfeld, Apr.1923
Rudolf Kolisch/Wilhelm Winkler/Hans Gál, Wien, Nov.1923
Breslau, Jan. 1925
Berlin, Nov. 1925
Wien, Feb. 1926
New York Trio (Edlin, van Vliet, Adler), New York, Jan. 1927
Weissgärber/Mayr/Gál, Radio Wien Feb.1927
Cremer, Langhof, Genz, Bad Elster, Aug. 1927
Hamburger Trio, Köln Radio, März 1928
Hirsch-Kaufmann-Trio, Breslau Radio, Apr. 1928
Station Trio, BBC Radio Wales, Mai, 1929
München Radio, Juli 1929
Essen, März 1930
Mügge/Sprengler/Siber, Leipzig, März 1930
Toni Alexi/Sophie Alexi/Alfred Morgenroth, Mainz, Nov. 1930
Stuttgart Radio, Dez. 1932
Steinbauer-Trio, Wien, Jan. 1934
Wiener Kammertrio, Wien, Dez. 1936
Odnoposoff/Krotschak/Schulhof, Wiener Rundfunk, Feb. 1938
Gombrich/Sampson/Gál, Edinburgh, Jan.1939
BBC Radio, Jan.1939
Jessie Munroe/May Hope/Edith Vance, Edinburgh, 1943
Douglas Dickson/Joan Dickson/Gál, Edinburgh, Dez. 1945
Akademie, Wien, Apr. 1960
London, Dec. Dez. 1970
Trio Motawa, Königsfeld, Sept. 1973, Wiedikon, Nov. 1973
Capricorn, BBC Radio, Aug., 1980, Okt. 1986; London, Okt. 1980
Mainz, Sept. 1980
Edinburgh, Sept. 1984
Elisabeth Perry/Moray Welsh/Anthony Goldstone, Manchester, Juni 1989
Swiss Radio, Aug. 1990
Wien, Okt. 1997
The Pierrot Lunaire Ensemble, Linz, Aug. 2002
Mainz, Nov. 2002
Ensemble Villa Musica, Neuwied, Okt. 2003
Felici Piano Trio, Bishop (CA), Nov. 2007
Rodenhäuser/Jensen, Luxemburg/Edenkoben/Meisenheim (Germany), Mai 2008
Artisan Trio, Edinburgh, März 2011
Ensemble Tris, Wien, Nov. 2012
Prometheus Trio, Milwaukee, Feb. 2014
Hans Gál Trio, Edinburgh, Aug. 2017
Gál schrieb über die Entstehung des Werks. Die folgenden Zitate sind Übersetzungen der englischen Webseite:
„Vor über einem halben Jahrhundert trieb sich in den beliebten Heurigenlokalen der Wiener Vororte ein buckliger Stegreifsänger namens Ungrad herum. Steckte man ihm heimlich ein Trinkgeld samt den nötigen Informationen zu, improvisierte er zur Melodie dieser Variationen humorvolle und nicht unbedingt höfliche Verse über die eine oder andere Dame. Solche neckischen Aufmerksamkeiten wurden im Allgemeinen nicht übelgenommen. Das vorliegende Stück entstand am Tag nach einer solchen Gelegenheit als reumütige Huldigung an das Opfer. Das war 1914, zwischen dem österreichischen Ultimatum an Serbien und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs, und es ist ein Dokument dafür, wie sehr die damalige Jugend den Ernst der Lage unterschätzte. Die Verse des Stegreifdichters habe ich leider vergessen; wahrscheinlich wären sie ohnehin nicht druckfähig gewesen.“
Das Werk erschien erst nach dem Ersten Weltkrieg und erfreute sich dann großer Beliebtheit. Ein Kritiker bemerkte:
„Hans Gáls Variationen über eine Wiener Heurigenmelodie sind völlig unbeschwert, echte Wiener Volksmusik. Das ist der Wiener Schubert, das ist Österreich mit seiner Liebe zum Lied und seiner Freude an der Musik, die im Heurigen gesteigerten Ausdruck sucht und findet.“
Breslauer Zeitung, 15.1.1925.
Ein anderer schrieb:
„Die Neuheit des Abends, die Variationen über eine Wiener Heurigenmelodie, erwies sich als etwas Prächtiges. Hans Gál ist damit ein großer Wurf gelungen.“