Hans Gál Violinsonaten und Suite (Hans Gál Violin Sonatas and Suite)

Hans Gál: Werke für Violine und Klavier
Annette-Barbara Vogel (Violine) & Juhani Lagerspetz (Klavier)
Sonate Op.17 für Violine & Klavier (b-Moll) (1920)
Suite Op.56 für Violine & Klavier (G-Dur) (1942)
Sonate in D für Violine & Klavier (1933)
Avie
AV2182
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Hans GÁL (1890-1987)
Sonate in b-Moll für Violine und Klavier, Op. 17 (1920) (25:24)
1. I Patetico molto moderato (9:44)
2. II Quasi allegretto (6:20 )
3. III Adagio molto espressivo (9:20)
Suite in G-Dur für Violine und Klavier, Op. 56 (1942) (12:28)
4. I Preambulo (1:40)
5. II Capriccio (2:28)
6. III Aria (4:11)
7. IV Rondo (4:09)
Sonate in D für Violine und Klavier, posth. (1933) (22:51)
8. I Allegretto quasi andante (9:26)
9. II Scherzo: Vivace (5:32)
10. III Largo con espressione - Allegro poco sostenuto, ma con fuoco (7:53)
Aufgenommen in St.George’s Bristol, England, 20 – 22 April 2009
Aufnahmeproduzent: Simon Fox-Gál
Bezugs- und Hörmöglichkeiten
Wer eine CD mit schöner spätromantischer Musik für Violine und Klavier sucht, trifft mit dieser Aufnahme eine ausgezeichnete Wahl. (Übersetzung der Rezension)
Veröffentlicht am 12. April 2010, Audiophile Audition
HANS GAL: Die beiden Violinsonaten; Suite für Violine und Klavier – Annette-Barbara Vogel, Violine / Juhani Lagerspetz, Klavier – Avie AV2182, 61:12 *** [Vertrieb: Forte]:
Hans Gal (1890–1987) wuchs im Wien des frühen zwanzigsten Jahrhunderts auf, umgeben von der vielfältigen musikalischen Welt Mahlers, Korngolds, Bergs, Schönbergs und Zemlinskys. Er entschied sich für eine Musik in österreichischer Tradition: melodische Themen, traditionelle Formen und polyphone Satzstrukturen, gewürzt mit „der harmonischen Komplexität und erweiterten Tonalität der vorseriellen Moderne“, wie Eva Fox Gal im Begleitheft schreibt. Bereits mit 15 Jahren gewann Gal den österreichischen Staatspreis für Komposition; nachdem der Erste Weltkrieg dazwischengetreten war, wurde seine Oper Die Heilige Ente an sieben europäischen Opernhäusern gespielt. 1929 wurde er Direktor des Mainzer Konservatoriums und blieb es bis zu seiner Vertreibung nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933. Er floh nach Wien und dann nach Schottland, wo er als ‚feindlicher Ausländer‘ bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs interniert war. Bis zu seinem Tod 1987 blieb er als Wissenschaftler und Lehrer in Edinburgh.
der Sonate für Violine und Klavier(1920) ist dramatisch kraftvoll und von opernhafter Ausdrucksstärke. Sie erinnert an Österreichs führende Stellung im europäischen Kunstleben vor dem Ersten Weltkrieg. Sie ist rhapsodisch, romantisch-nostalgisch und im Scherzounheimlich und makaber: ein ernstes, klangschön fließendes Werk. Die beiden letzten Werke der CD sind unbeschwerter, obwohl sie unter den außerordentlich bedrückenden Lebensumständen im vom Dritten Reich beherrschten Wien entstanden. Für Gal wurde das Komponieren zur Zuflucht: „Ich hatte eigentlich kein anderes Ziel, als meine Seele von etwas zu befreien, das mir keine Ruhe ließ …“, schrieb er. Die Suite für Violine und Klavier von 1935 ist heller und verspielter, in Aufbau und Satz sogar klassisch. Die Sonate für Violine und Klavier von 1933 ist lyrisch anmutig und musikalisch raffiniert, besonders in der Durchführung des ersten Satzes. Auf ein chaotisches Scherzo folgt ein zweiteiliges Finale: ein zutiefst trauriges Largo und ein kraftvolles Allegro.
Die Geigerin Annette-Barbara Vogel und der Pianist Juhani Lagerspetz gestalten die vielfältigen Stimmungen dieser Werke mit Leidenschaft und Hingabe. Wer eine CD mit schöner spätromantischer Musik für Violine und Klavier sucht, trifft mit dieser Aufnahme eine ausgezeichnete Wahl.
– Robert Moon















































































