Hans Gal Klaviermusik (Martin Jones) (Hans Gal Piano Music (Martin Jones))

Hans Gál Klaviermusik
Klaviersonate op. 28
Klaviersuite op. 24
Zwei Sonatinen op. 58,
Drei Skizzen op. 7
Drei kleine Stücke op. 64
24 Präludien op. 83
Drei Präludien op. 65
Martin Jones
Nimbus NI 5751/2 2007
Bezugs- und Hörmöglichkeiten
Gál
Klaviersonate, op.28. Klaviersuite, op.24. Zwei Sonatinen,
op.58. Drei Skizzen, op.7. Drei kleine Stücke,
op.64. 24 Präludien, op.83. Drei Präludien, op.65
Martin Jones, Klavier
Nimbus NI 5751/2 (140’ • DDD)
Klaviermusik, Zusammenstellung wie oben – ausgewählte Vergleichsaufnahme:
McCawley (11/05) (AVIE) AV2064
Hervorragender Überblick über Gáls Klaviermusik in engagierten Interpretationen (Übersetzung der Rezension)
In diesem Jahr jährt sich der Tod Hans Gáls, des letzten großen Vertreters der Wiener klassischen Tradition, zum 20. Mal … Die Nimbus-Doppel-CD bietet, nach Spieldauer gerechnet, nur zwei Drittel seines veröffentlichten Werks für Klavier zu zwei Händen; die 24 Fugen (1980), die Avies Gesamteinspielung enthält, fehlen. Zweite Einspielungen der hier aufgenommenen Werke sind sehr willkommen und werden der Bedeutung dieser Musik nur gerecht. Martin Jones’ ansonsten hervorragende Interpretationen haben im Vergleich mit Avie jedoch einen Wettbewerbsnachteil.
Das ist schade, denn Jones ist dem Repertoire offensichtlich gewachsen, sowohl seinen technischen Anforderungen als auch den Nuancen von Gals Stil. McCawley spielt insgesamt flüssiger und durchweg deutlich schneller. Meist bevorzuge ich seine Tempowahl, etwa in der schönen Sonate (1928) und den beiden Sonatinen (1949–51). Jones trifft allerdings wohl die Grave-Bezeichnung des 10. Präludiums in e-Moll besser: Er braucht eine Minute länger als sein jüngerer Kollege. Auch das letzte der Drei Skizzen (1910–11) gestaltet er eine Spur souveräner. Ansonsten halten sich die Vorzüge ziemlich die Waage; der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Ausgaben ist der Aufnahmeklang. Bei Nimbus erscheint er in einer halligen Akustik weiter zurückgesetzt, während Avie ein fokussierteres, schärferes Klangbild bietet. Die Musik klingt bei beiden großartig.
Guy Rickards
[Auszug aus einer Doppelrezension dieser Veröffentlichung und der Gal-Orgelmusik-CD von Membran]















































































